es muss im leben doch mehr als alles geben...

Die Glaubenskrise:

Je tiefer der Glaube, umso tiefer die Krise.
Könnte man so sagen. Also sag ich das dann mal so.
Dumm ist, wenn man in so einer Krise steckt, dass man mehr nicht weiß, was oder besser wie man geglaubt hat. Dies bringt uns zur Frage welche Arten zu Glauben es gibt.
Hmm... verschiedene Arten zu Glauben?
Ja, verschiedene Arten zu Glauben!
Da gibt es den Glauben, der auf Wissen beruht: Ich weiß das es richtig ist, denn ich habe geprüft, ich habe gewogen und ich habe gemessen. Und jetzt glaube ich, dass ich verstanden habe, wie es funktioniert. Die wissenschaftliche Methode.
Dann gibt es den Glauben an etwas, was ich nicht verstehe, von dem ich aber überzeugt bin, dass es da ist und das es wirkt: Wenn die Sonne des Abends unter geht, wird es Dunkel. Das ist der empirische Glaube.
Und da ist dann noch der Glaube, der von einem verlangt zu glauben ohne zu messen, zu wiegen und zu prüfen: Der Glaube an etwas oder jemanden, den oder das man nicht erfahren hat.
Das ist der blinde Glaube.
Frank und Dalai -Glaubenskrise-

Und irgendwann kommt jemand daher und zerstört einem den Glauben mit einer kleinen, dummen Bemerkung. Und das perfide daran ist dann noch, man war gar nicht der Rezipient der Äußerung. Jetzt kommt es darauf an, was für ein Glaube es war, dem man anhing. Der wissenschaftliche Glaube ist schnell wieder hergestellt, wenn die Prüfungen wiederholt werden und die Ergebnisse wieder stimmen. Stimmen sie nicht, dann muss der Glaube revidiert werden. Der empirische Glaube ist eigentlich nur dann dauerhaft zu erschüttern, wenn eine Grundfeste des bisherigen Lebens verändert wurde. Des Abends wird es eben nicht dunkel. Also gibt es nur für eine Form des Glaubens eine echte Kriese: für den blinden Glauben. Denn er hat nichts um sich zu beweisen.
P.S. Seine Glaubenskrise hat er inzwischen überwunden. Hab’ ich gehört.